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Mein Partner ist psychisch krank: Darf ich ihn verlassen?

  • Eva
  • 8. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Dez. 2025

Zwischen Liebe, Schuld und Selbstschutz


Wenn ein geliebter Mensch psychisch erkrankt, gerät das Fundament der Partnerschaft ins Wanken. Die Rolle verschiebt sich: Du wirst zur Stütze, zur Zuhörerin, zur Krisenmanagerin.

Mit der Zeit kommt die Erschöpfung. Und mit ihr das große, lähmende Schuldgefühl: Ich kann ihn doch nicht verlassen, er ist krank.

Doch hier ist die entscheidende Wahrheit: Liebe bedeutet nicht, sich selbst aufzugeben oder sich dabei zu zerstören.

Eine psychische Erkrankung erklärt das Verhalten deines Partners , aber sie darf und kann nicht alles entschuldigen.




Wann Mitgefühl zur Selbstaufgabe wird


Nähe und Unterstützung können eine Beziehung tragen, solange beide Partner Verantwortung übernehmen.

Wird deine Rolle jedoch zur dauerhaften Funktion, in der Sie nur noch retten und aushalten, dann ist das keine gesunde Unterstützung mehr. Es ist Selbstaufgabe.





Fragen, die dir Klarheit verschaffen:

  • Gibt es noch Momente echter Verbundenheit, oder besteht die Beziehung nur noch aus Krisenmanagement?

  • Werden Ihre persönlichen Grenzen respektiert, oder werden sie regelmäßig übergangen?

  • Übernimmt dein Partner Verantwortung für seine Genesung, oder trägst du die gesamte Last allein?

Wenn du diese Fragen ehrlich mit einem klaren „Nein“ beantwortest, dann ist das kein Zeichen von Versagen. Es ist ein lautes Signal, dass du dich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen musst.


Die klare Antwort: Ja, du darfst gehen.


Eine Trennung von einem psychisch kranken Partner ist keine Strafe. Es ist eine Entscheidung über deine Grenzen und deinen Selbstschutz.


DU darfst gehen, wenn du spürst, dass du dich selbst verlierst, deine psychische und physische Gesundheit leidet.

DU darfst auch bleiben, aber nur, wenn du eine klare Haltung bewahrst: Dein Mitgefühl darf dich nicht zugrunde richten.





Wenn du feststeckst: Den Weg zurück zu dir finden


Viele Angehörige sind in einem Netz aus Schuld, Angst und Verantwortung gefangen. Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung fühlt sich oft unmöglich an.

Eine psychologische Begleitung kann in dieser Situation enorm helfen. Sie ermöglicht es dir, zu sortieren: Was ist wirklich Liebe? Was ist anerzogenes Pflichtgefühl? Und was brauchst DU jetzt wirklich?


Wenn du dich in dieser Zerrissenheit wiederfindest, ist es Zeit für Unterstützung. Finde einen Weg, der dich nicht zerstört, einen Weg der dich zurück zu deiner eigenen Stärke führt.


Ich bin Psychologin und spezialisiert auf Angehörige von psychisch erkrankten Menschen. Du bist und fühlst dich (noch) nicht psychisch krank. Aber du fühlst dich auch nicht gesund? Das ist der Bereich in dem ich arbeite.


Jetzt Termin für ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.

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