top of page

Burnout. Wie führe ich das Gespräch mit meinem Chef, ohne mich zu verbrennen?

  • Eva
  • 24. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Nov. 2025

Wenn du immer stark warst.

Du funktionierst. Du hältst durch. Du bist verlässlich, strukturiert, ruhig – die, auf die man zählen kann. Du warst lange in der Rolle der Funktionierenden. Und irgendwann merkst du: Der Akku ist leer. Nicht, weil du „zu schwach“ bist, sondern weil du zu lange stark warst und die Grenzen deines Systems ignoriert hast.

Jetzt steht das Gespräch mit deinem Chef an. Und allein der Gedanke daran kostet Kraft. Aber: Du darfst dieses Gespräch so führen, dass du dich nicht verlierst.





Du musst nichts beweisen: Akzeptiere, was gerade ist


Du spürst Erschöpfung und das darf sein. Es geht nicht darum, dich zu rechtfertigen oder die perfekte Erklärung zu liefern. Sag nur, was gerade wahr und für die Zusammenarbeit relevant ist:

„Ich merke, dass meine Belastungsgrenze erreicht ist und ich Unterstützung brauche, um meine Arbeit langfristig leisten zu können.“

Diese Klarheit ist genug. Kein Lebenslauf, keine Beichte. Nur Ehrlichkeit: klar und ohne Drama. Du akzeptierst die innere Erfahrung (die Erschöpfung) und handelst entsprechend.


Der richtige Rahmen schafft Klarheit


Such dir einen ruhigen Moment. Sag frühzeitig, dass du etwas Persönliches ansprechen möchtest. Damit setzt du die Grenze: kein Smalltalk, kein Druck, kein Nebenschauplatz. Du gestaltest den Rahmen, anstatt dich in ungeklärte Situationen zu manövrieren.


Selbstfürsorge ist Professionalität: Handle wertebasiert


Viele fürchten, sie gelten als „nicht belastbar“. Die Wahrheit ist: Wer die Realität (die Erschöpfung) erkennt und danach handelt, agiert hochprofessionell. Dein Wert ist es, langfristig gesund Leistung zu bringen.

Du darfst benennen, was du brauchst, um diese Werte zu leben:

„Ich möchte besprechen, wie ich gesund bleiben und meine Aufgaben künftig so gestalten kann, dass meine Stärken wieder zum Tragen kommen.“

Das zeigt Haltung , nicht Schwäche.


Das BEM: dein Schutzraum für wertegeleitete Handlung


Wenn du länger krankgeschrieben bist, bietet der Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) an. Das Ziel ist, dich bei der Rückkehr zu unterstützen. Es ist ein Raum, um über konkrete Verhaltensänderungen und Anpassungen der Arbeitsumgebung zu sprechen.

  • Du entscheidest, ob und wie du teilnimmst.

  • Du kannst verlangen, dass jemand vom Betriebsrat oder eine Vertrauensperson dabei ist.

  • Du musst keine privaten Details preisgeben.

Das BEM ist kein Verhör, sondern eine Struktur, die dich schützen soll.


Nach dem Gespräch: Zurück in den Moment


Tu etwas, das dich erdet. Eine kurze Pause, frische Luft, Stille. Lass die Gedanken über den Ausgang des Gesprächs ziehen.

Lass das Gespräch sacken. Du hast gehandelt, nicht nur reagiert.


Fazit


Burnout ist kein persönliches Scheitern. Es ist ein Signal, dass dein System zu lange auf Notstrom lief. Akzeptiere das Signal.

Das Gespräch über Burnout mit deinem Chef ist kein Offenbarungseid, sondern ein konkreter, wertegeleiteter Schritt zurück zu dir.


Wenn du spürst, dass du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, musst du da nicht allein durch.


Ich begleite Frauen, die lange funktioniert haben, oft bis nichts mehr ging.

In einem Coaching kannst du herausfinden, was du wirklich brauchst, um gesund und klar weiterzugehen.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page