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Ketten brechen: Wie Burnout bei Müttern entsteht & wie du verhinderst, dass deine Erschöpfung zum Erbe deiner Kinder wird

  • Eva
  • 18. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

„Funktionieren“ ist nicht dasselbe wie Leben. Burnout bei Müttern entsteht oft nicht aus Schwäche, sondern aus jahrelanger Überverantwortung, für Kinder, für Partner, für Eltern. Die Schematherapie zeigt, warum gerade die „Starken“ ausbrennen und wie du deine Muster durchbrechen kannst. Für dich. Und für deine Kinder.





Die Erschöpfung hinter der Fassade

Es ist dieser stille Moment am Abend. Die Kinder schlafen, das Gröbste ist erledigt, du sitzt in der Küche. Endlich Ruhe. Und doch keine Erleichterung. Stattdessen Leere. Schwere. Vielleicht Tränen ohne klaren Grund.

Du hast heute wieder 150 % gegeben. Als Mutter. Als Partnerin. Als emotionale Stütze für jemanden, der psychisch krank ist. Nach außen wirkst du stabil. Belastbar. Zuverlässig.

Du funktionierst. Genau hier beginnt das Problem.

Burnout bei Müttern entsteht selten plötzlich. Er wächst leise. In Frauen, die gelernt haben, dass Aufgeben keine Option ist.


Das Erbe der „starken Frauen“

In vielen Familien wird Selbstaufopferung wie eine Auszeichnung weitergegeben. Stark sein. Durchhalten. Nicht klagen. Bedürfnisse zurückstellen: aus Liebe, aus Verantwortung, aus Angst.

Besonders Mütter übernehmen früh die Rolle der emotionalen Managerin. Wenn dann noch Angehörige mit Depressionen, Suchterkrankungen oder anderen psychischen Belastungen dazukommen, kippt das System endgültig in den Dauerstress.

Kontrolle wird zur Überlebensstrategie. Überverantwortung zum Selbstbild. Und Burnout zur logischen Konsequenz.

Nicht, weil du zu wenig kannst. Du trägst zu viel.


Warum du nicht „einfach mal loslassen“ kannst

Die Schematherapie erklärt, warum gut gemeinte Ratschläge ins Leere laufen. Denn dein Verhalten ist kein Charakterfehler, sondern ein erlerntes inneres System aus sogenannten Modi:

Der Strenge Antreiber „Reiß dich zusammen. Andere haben es schwerer. Du darfst nicht schwach sein.“

Das Einsame Kind Der Teil, der müde ist, sich nach Halt sehnt und früh gelernt hat, dass Nähe an Leistung oder Fürsorge geknüpft ist.

Der Gesunde Erwachsene Der oft zu leise Anteil, der weiß: Grenzen sind kein Egoismus. Selbstfürsorge ist notwendig, nicht optional.


Burnout bei Müttern entsteht, wenn der Antreiber dauerhaft regiert und das innere Kind keine Stimme bekommt.


Burnout ist die Notbremse, nicht die Niederlage

Viele „funktionierende“ Mütter schämen sich für ihre Erschöpfung. Zu Unrecht. Burnout ist kein persönliches Versagen. Er ist ein klares Signal: Dein System hält das nicht mehr aus.

Besonders Angehörige psychisch erkrankter Menschen sind gefährdet, weil sie emotionale Last mittragen, die nie für eine Person allein gedacht war. Ohne Bewusstsein für eigene Schemata wie Aufopferung, Schuld oder Unzulänglichkeit ist Ausbrennen fast unvermeidlich.

Burnout ist keine Schwäche. Er ist die letzte Grenze deines Körpers.


Warum Selbstfürsorge der stärkste Schutz für deine Kinder ist

Kinder lernen nicht aus unseren Worten. Sie lernen aus unserem Leben.

Wenn sie sehen, dass du dich selbst ständig übergehst, lernen sie: „Ich muss leisten, um dazuzugehören.“

Wenn sie erleben, dass du Grenzen setzt, Hilfe annimmst und dich ernst nimmst, lernen sie: „Meine Bedürfnisse sind wichtig.“

Genau hier brichst du die Kette. Indem du dich mit deinen Mustern auseinandersetzt verhinderst du, dass chronischer Stress und emotionale Überforderung "weitervererbt" werden.

Du rettest nicht nur dich. Du veränderst ein Familiensystem.


Vom Überlebensmodus zurück ins Leben

Du musst nicht erst zusammenbrechen, um ernst genommen zu werden. Burnout bei Müttern beginnt oft lange vor der Diagnose: im ständigen Funktionieren, im Schweigen, im Alleintragen.

Der Ausstieg beginnt mit einem inneren Perspektivwechsel: Du darfst wichtig sein. Jetzt. Nicht erst später.


Ich bin Psychologin. Ich berate Angehörige von psychisch Erkrankten Menschen. Das sind oft zusätzlich Mütter die nie auf sich selber schauen und irgendwann durch ihre Überverantwortung in eine Erschöpfung geraten.

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