Warum schaffe ich die Trennung vom Narzissten nicht? Hilfe bei Sucht & Scham.
- Eva
- 17. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Du hast gepackt. Du hast geweint. Du hast dir geschworen: „Nie wieder.“ Du wurdest angeschrien und hochgepriesen. Und jetzt sitzt du doch wieder auf dem Sofa, fühlst dich klein, beschämt und unfassbar schwach, weil du wieder zurückgegangen bist.
Lass uns eines direkt klarstellen: Hör auf, dich für deine Rückfälle zu hassen. Du bist nicht dumm, du bist nicht charakterlos und du bist nicht „selbst schuld“. Du bist in einer psychischen Geiselnahme gefangen, die dein Gehirn biochemisch umprogrammiert hat.
Trennung ist kein Abschied, sondern ein Entzug
In einer narzisstischen Beziehung passiert etwas, das wir „Trauma Bonding“ nennen. Durch den ständigen Wechsel von Abwertung und plötzlicher Liebeserklärung (Love Bombing) wirst du auf eine emotionale Achterbahn gesetzt.
Das Ergebnis? Dein Körper reagiert auf ihn wie auf eine Droge.
Der rationale Kopf sagt: „Dieser Mensch zerstört mich.“
Das Nervensystem schreit: „Ich brauche den nächsten Schuss Nähe, um zu überleben.“
Also: Du versuchst gerade, einen Heroin-Entzug zu machen, während der Dealer in deinem Wohnzimmer schläft. Dass du das nicht mit „ein bisschen Willenskraft“ schaffst, ist kein Versagen!
Die Lüge der Hoffnung: Warum „Durchhalten“ dich umbringt
Viele Frauen bleiben, weil sie auf die „gute Seite“ des Partners hoffen. Sie glauben, wenn sie nur empathischer, geduldiger oder schöner wären, würde er sich ändern.
Spoiler-Alarm: Er wird es nicht. Narzisstischer Missbrauch nutzt dein Mitgefühl als Einbruchswerkzeug. Er spielt mit deinen alten Wunden (der Angst vor dem Alleinsein, dem Gefühl, nicht genug zu sein oder dem Drang, andere zu retten). Er aktiviert deine inneren Schutzprogramme aus der Kindheit und nutzt sie gegen dich.
Ausweglosigkeit entsteht dort, wo du glaubst, du müsstest die Lösung innerhalb der Beziehung finden. Die Lösung liegt aber immer außerhalb.
„Ich kann nicht mehr“
Es gibt diesen Punkt, an dem die Dunkelheit so groß wird, dass man keinen Ausweg mehr sieht. Wenn du an diesem Punkt bist: Das ist kein Zeichen, dass es vorbei ist. Es ist das Signal deines Systems, dass die Schmerzgrenze gesprengt wurde.
Du musst nicht „funktionieren“, um Hilfe verdient zu haben. Du musst nicht erst die perfekte Trennung planen, um dich melden zu dürfen.
Dein Weg aus dem Nebel: Strategie statt bloßer Willenskraft
Wenn Willenskraft nicht reicht, brauchen wir Struktur. In meiner Arbeit geht es nicht darum, dich zur Trennung zu drängen. Es geht darum, dich innerlich so stabil zu machen, dass die Trennung die logische und machbare Konsequenz deiner neuen Stärke wird.
Wie wir die Ausweglosigkeit zersprengen:
Regulation: Wir holen dich aus dem dauerhaften Kampf-oder-Flucht-Modus.
Entgiftung: Wir lösen die biochemische Abhängigkeit vom Partner.
Innere Anteile sortieren: Wer in dir hat solche Angst vor dem Gehen? Wir geben diesem Teil Sicherheit, statt ihn zu unterdrücken.
Diskrete Planung: Wir erarbeiten Schritte, die zu deinem Leben passen – sicher und in deinem Tempo.
Du bist nicht kaputt. Du bist überlastet
Du hast zu lange eine Last getragen, die einen Elefanten in die Knie gezwungen hätte. Heilung beginnt nicht mit dem Auszug. Sie beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, dich für deinen Kampf zu schämen.
Du bist nur einen Schritt von der Klarheit entfernt. Egal wie oft du zurückgegangen bist, heute ist der Tag, an dem wir das Fundament für dein neues Leben bauen.
Bist du bereit, die Fernbedienung für dein Leben zurückzuholen?
Ich bin Psychologin und begleite Frauen vor, während und vor allem auch nach der Befreiung aus narzisstischem Missbrauch. Für dieses Thema biete ich flexible Beratungslösungen an: Diskrete Termine zu den Zeiten bei denen es bei dir passt, WhatsApp Begleitung wenn nötig, keine Ausbeutung. Ich bin (im Gegensatz zu vielen anderen "Beraterinnen") umfangreich ausgebildet.
Für ein kurzes kostenfreies Erstgespräch kontaktiere mich gerne.



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