Narzissten verlassen mit Kind: So gelingt dein Weg in die Freiheit
- Eva
- 8. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Die Entscheidung steht im Raum: Gehen oder Bleiben? Doch kaum flammt der Freiheitsdrang auf, schiebt sich eine bleierne Sorge davor: „Was passiert mit unserem Kind, wenn ich gehe?“
In toxischen Beziehungen mit narzisstischen Partnern ist diese Sorge oft ein gigantisches, „aufgetürmtes“ Hindernis. Manchmal wird sie vom Partner aktiv geschürt („Ich nehme dir die Kinder weg!“), oft ist sie ein inneres Gefängnis aus Schuldgefühlen.
Doch die Wahrheit ist: Diese Angst hält dich in einer destruktiven Dynamik fest, die deinem Kind langfristig mehr schadet als eine Trennung. Schauen wir uns an, wie du aus dem Modus der Angst in den Modus der Kraft kommst.
Die Falle der Zukunftsprognose
Niemand kann in die Glaskugel schauen. Wenn wir versuchen, die nächsten 10 Jahre mit einem unberechenbaren Ex-Partner vorauszusagen, landen wir unweigerlich in einer Überforderung. Aus schematherapeutischer Sicht übernimmt hier oft das „Ängstliche Kind“ in uns das Steuer, während der „Strafende Elternmodus“ uns einredet, wir seien egoistisch.
Stoppe das Gedankenkarussell und frage dich stattdessen im Hier und Jetzt:
Welches Vorbild bin ich für mein Kind, wenn ich in dieser Abwertung bleibe?
Wie ist die Atmosphäre zu Hause heute? Ist sie sicher, liebevoll und stabil?
Habe ich heute die Kraft, mein Kind emotional zu begleiten, oder bin ich nur noch mit „Damage Control“ beschäftigt?
Deine Geheimwaffe: Die Arbeit an den eigenen „Modi“
Die Trennung von einem Narzissten ist kein gewöhnliches Ende einer Beziehung. Es ist eine strategische Neuausrichtung. Der Schlüssel dazu liegt nicht beim Ex-Partner, sondern bei dir.
Stärke den Gesunden Erwachsenen: Lerne, deine emotionalen Knöpfe (Trigger) zu kennen. Wenn der Narzisst versucht, dich über das Kind zu manipulieren, musst du emotional stabil bleiben. Ein „Gesunder Erwachsener“ reagiert nicht impulsiv, sondern besonnen.
Entlarve die Modus-Falle: Wenn du merkst, dass du in den „Unterwürfigen Führer“ rutschst (um des lieben Friedens willen nachgibst), halte inne. Dein Kind braucht keine Eltern, die sich unsichtbar machen, sondern Eltern, die Grenzen setzen.
Vorbereitung ist alles: Eine Trennung von einem Narzissten braucht Strategie. Dokumentiere Vorfälle, suche dir rechtlichen Beistand, der Erfahrung mit dieser Dynamik hat, und baue dir ein soziales Sicherheitsnetz auf.
Strategische Kommunikation statt emotionaler Schlammschlacht
Sobald die Trennung vollzogen ist, gilt das Prinzip der Parallel-Elternschaft statt Kooperation (die mit Narzissten oft unmöglich ist).
Wenig Angriffsfläche: Kommuniziere nur sachlich, schriftlich und kurz.
Keine Rechtfertigungen: Du schuldest dem Narzissten keine Erklärungen für deinen neuen Lebensstil.
Fokus auf das Kind: Sei der „sichere Hafen“. Kinder können viel kompensieren, wenn wenigstens ein Elternteil emotional stabil, berechenbar und liebevoll ist.
Dein Weg in die Freiheit
Ja, der Weg ist herausfordernd. Aber die Sorge um das Kind ist oft die letzte Kette, die dich an einen Ort fesselt, an dem niemand wachsen kann: weder du noch dein Kind.
Indem du an deinen eigenen Anteilen arbeitest, lernst, dich abzugrenzen und strategisch vorzugehen, legst du den Grundstein für ein Leben ohne ständige Abwertung. Du kannst ein freier, glücklicher Mensch werden. Und ein glücklicher, freier Elternteil ist das größte Geschenk, das du deinem Kind machen kannst.
Wichtiger Hinweis: Wenn du dich in einer akuten Gefährdungssituation befindest, suche dir bitte umgehend professionelle Hilfe bei Beratungsstellen oder dem Opferschutz.
Ich bin Psychologin und arbeite mir Frauen die im narzisstischen Missbrauch stecken.



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