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Leben mit depressivem Partner... rette dich (und die Liebe)

  • Eva
  • 1. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Feb.

Mit einem depressiven Menschen zusammenzusein, fühlt sich manchmal an wie ein Dauer-Abo für eine Serie, die nur aus Regen-Szenen besteht. Du liebst diesen Menschen, klar....aber manchmal würdest du am liebsten schreiend weglaufen, wenn schon wieder die „Ich kann heute nicht aufstehen“-Karte gezogen wird.


Und weißt du was? Das ist okay. Du bist kein schlechter Mensch, nur weil du nicht 24/7 als barmherziger Samariter durch die Wohnung schwebst.


Du bist nicht der Therapeut vom depressiven Partner

Irgendwann schleicht es sich ein: Du analysierst Träume, googelst Medikamente und versuchst, die Stimmung im Wohnzimmer wie ein DJ zu steuern.


STOP:

  • Du bist die Partnerin / der Partner. Nicht die Klinikleitung.

  • Du kannst die Depression nicht weg-kuscheln, weg-kochen oder weg-diskutieren.

  • Wenn du versuchst, alles zu reparieren, brennst du schneller aus als eine Geburtstagskuchen-Kerze.


Warum DU jetzt Priorität hast

In einer Beziehung mit Depression verschieben sich die Prioritäten oft sehr schnell. Plötzlich dreht sich das ganze Universum um das Befinden des anderen.


Nur: Dein Leben findet immer noch statt!

Geh raus: Wenn dein Partner im Bett bleiben will... fein. Aber du? Du hast ein Date mit deinem Sportkurs oder deinen Freunden.

Kein schlechtes Gewissen: Nur weil dein Partner gerade keinen Spaß empfinden kann, musst du nicht solidarisch mitleiden. Das hilft niemandem. Fröhlichkeit ist kein Verrat!


Dinge, die wir alle falsch machen


Die „Eierschalen-Taktik“: Du sagst nichts, was stressen könnte. Ergebnis: Du wirst zur wandelnden Zeitbombe.

Die „Ich-bin-schuld-Masche“: Du denkst, wenn du nur noch mehr im Haushalt machst, geht es ihm/ihr besser. (Spoiler: Nein.)

Memo an dich: Du darfst genervt sein. Du darfst Bedürfnisse haben. Du darfst existieren!

Wie man zusammenbleibt, ohne durchzudrehen

Nähe ohne Selbstaufgabe klingt wie ein schicker Werbeslogan, ist aber harte Arbeit.

  1. Grenzen setzen: „Ich höre dir gerne 30 Minuten zu, aber danach brauche ich Zeit für mich.“ Das ist kein Korb, das ist Selbstschutz.

  2. Ehrlichkeit statt Mitleid: Sag ruhig mal: „Ich finde es gerade echt anstrengend mit uns.“ Das ist authentischer als jedes falsche Lächeln.

  3. Hol dir Support: Es gibt Gruppen für Angehörige, wo man endlich mal sagen darf: „Boah, es kotzt mich heute so an!“ ...ohne dass jemand schockiert guckt.


Also: Bleib du selbst

Eine Depression ist ein ungebetener WG-Gast, der die Miete nicht zahlt und die Stimmung killt. Aber du bist nicht der Butler dieses Gastes.

Dein Mantra für heute: Ich liebe dich, aber ich rette mich zuerst.


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