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Leben mit psychisch krankem Partner. Und wo bleibst Du?

  • Eva
  • 30. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Vielleicht kennst Du dieses Gefühl. Dein Alltag dreht sich fast nur noch um die Probleme Deines Partners. Seine Stimmung bestimmt Dein Leben. Du hoffst, dass es bald besser wird, dass es nur eine Phase ist. Du bist verständnisvoll, geduldig, kümmerst Dich und doch fragst Du Dich manchmal: Und wer sieht eigentlich mich?

Das Leben mit einem psychisch krankem Partner kann sich anfühlen wie ein endloser Ausnahmezustand. Zwischen Sorge, Schuldgefühlen und der Angst, ihn nicht alleine lassen zu können, verlierst Du leicht den Kontakt zu Dir selbst.


Anzeichen, dass es zu viel wird

Vielleicht bemerkst Du, wie Dein eigener Körper Dir Signale sendet: Schlafprobleme, ständige Anspannung, ein schweres Gefühl in der Brust.

Vielleicht stellst Du fest, dass Deine eigenen Bedürfnisse kaum noch vorkommen.

Vielleicht taucht eine innere Stimme auf, leise, aber hartnäckig: Ich kann so nicht weitermachen.

Diese Stimme ist kein Verrat an Deiner Beziehung. Sie ist ein Hinweis, dass auch ein Teil in Dir gesehen werden will, der sich nach Ruhe, Klarheit und Lebendigkeit sehnt.


Wenn Liebe Dich erschöpft

Liebe kann tragen, wärmen und verbinden. Doch wenn Krankheit den Alltag dominiert, fühlt es sich manchmal an, als würdest Du in einem Haus wohnen, das ständig brennt, während Du mit einem viel zu kleinen Eimer das Feuer löschen willst.

Du wirst zur Feuerwehr, Krankenschwester, Seelsorgerin und vergisst dabei, dass Du selbst ein Leben hast, das gelebt werden will. Schuldgefühle halten Dich fest. Du sagst Dir: „Ich darf nicht wegsehen, ich darf nicht schwach sein.“ Doch genau diese Last erschöpft Dich bis ins Mark.


Was jetzt wichtig ist

Die Wahrheit ist unbequem und heilsam zugleich. Du kannst Deinen Partner nicht retten. Du kannst nur entscheiden, wie Du mit Dir selbst umgehst.

Grenzen spüren bedeutet, dass Dein Ja ein Nein werden darf, wenn es Dich selbst zerstört. Auf Dich hören heißt, dass Du wahrnimmst, wie es Deinem Körper und Deinen Gefühlen wirklich geht. Halte kurz inne, auch wenn der Kopf sofort Lösungen suchen will. Unterstützung zulassen bedeutet, dass Du diesen Weg nicht allein gehen musst. Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schritt zu Dir selbst.


Wo Hilfe liegt

Es gibt Orte, an denen Du erzählen kannst, ohne Dich rechtfertigen zu müssen. Es gibt Menschen, die wissen, wie es ist, wenn man sich im Strudel der Krankheit des anderen verliert. Es gibt Begleitung, die Dich nicht bewertet, sondern Dich wieder zu Dir selbst zurückführt.

Ob in einer Beratung, einem Coaching, einer Selbsthilfegruppe oder in Gesprächen mit Menschen, die Dich wirklich sehen, jeder Schritt zurück zu Dir zählt.


DU und das Leben mit psychisch krankem Partner

Du darfst müde sein. Du darfst wütend sein. Du darfst den Wunsch haben, wieder lebendig zu werden. Und vielleicht beginnt Deine eigene Heilung genau in dem Moment, in dem Du aufhörst, Dich selbst zu vergessen.



Wenn Du spürst, dass es Zeit ist, Dich wieder an erste Stelle zu setzen, begleite ich Dich gern auf diesem Weg. In meinen Coachings bekommst Du einen sicheren Raum, in dem Deine Gefühle, Deine Fragen und Deine Erschöpfung Platz haben. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Teile in Dir nach Entlastung rufen und wie Du wieder Kraft und Klarheit findest.

Du musst nicht sofort eine große Entscheidung treffen. Manchmal reicht der erste kleine Schritt, um etwas in Bewegung zu bringen. Melde Dich, wenn Du soweit bist.

 
 
 

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