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Mutter, Trigger und Grenzen: Warum deine alten Schemata dein Kind verletzt

  • Eva
  • 4. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Dein Baby schreit. Dein Kleinkind klammert. Dein Teenager provoziert. In jedem dieser Momente passiert dasselbe: Dein Kind durchbricht eine Grenze. Und du? Du spürst einen Stich. Das ist nicht nur Erschöpfung. Das ist dein altes Schema, dein tiefer Trigger, der kurz anklopft.

Mutterschaft ist Nähe: Eine wortwörtliche, körperliche Fusion, die ein Leben lang ein Echo hinterlässt. Diese Nähe ist Liebe. Aber sie ist auch die ultimative Einladung an deine tiefsten, unverarbeiteten Wunden.


Grenzverletzung: Das Bindungsprogramm


Kinder verletzen Grenzen nicht, um dich zu ärgern. Sie tun es, weil sie es müssen.

  • Ein Baby braucht dich, um zu überleben.

  • Ein Kleinkind muss sich abgrenzen, um ein "Ich" zu entwickeln.

  • Ein Schulkind überschüttet dich mit Emotionen, weil du sein sicherer Hafen bist.


Diese permanenten, notwendigen Grenzübertritte deines Kindes hinterlassen Spuren. Doch die größte Gefahr lauert nicht im entzogenen Schlaf, sondern in dir: Dein Kind drückt exakt den Knopf, der dich am meisten schmerzt. Es trifft dein Verlassenheitsschema, deine Angst, nicht genug zu sein, oder deine tiefe Wunde der Kontrollverlusts. Das sind deine Trigger.


Die Lüge von der "grenzenlosen" Mutter


Wir wurden gelehrt: Gute Mütter stellen sich hinten an. Doch diese romantische Vorstellung ist eine Falle.

Wer dauerhaft über die eigenen Grenzen geht, um das Kind nicht zu verletzen, tut ironischerweise genau das:



Mutter im Überlebensmodus Unkontrollierte Reaktion Verletzung des Kindes


Die harte Wahrheit: Deine unadressierten Trigger, deine emotionale Altlast, sind deine größte Bedrohung für die gesunde Entwicklung deines Kindes. Die Kombination aus Mutterschaft, Trigger und Grenzen ist ein hochsensibles Feld. Du stehst permanent in der Verantwortung, nicht zu viel bei deinem Kind anzurichten. Und diese Verantwortung beginnt nicht beim Kind. Sie beginnt bei dir!


Das ultimative Beziehungsangebot: Deine Grenze


Der innere Konflikt, „Ich will liebevoll sein und ich will einfach nur meine Ruhe,“ ist kein Mangel an Liebe. Es ist ein Akt der Selbstbewahrung.


Deine Grenzen sind das Geschenk der Stabilität.

  • Wenn du deine Trigger kennst, reagierst du nicht aus deiner Verletzung, sondern aus deiner Mutterrolle. Das ist der Unterschied zwischen Drama und Bindung.

  • Wenn du Pausen nimmst, lernt dein Kind: Selbstfürsorge ist eine wichtige menschliche Fähigkeit.


Keine Mutter sollte grenzenlos sein. Denn grenzenlose Liebe ist nicht stabil. Sie ist ein Pulverfass voller unbewusster Reaktionen und führt zur mütterlichen Erschöpfung.

Echte, wertschätzende Liebe atmet: Sie lebt vom Wechselspiel aus Nähe und gesundem Abstand, aus Geben und dem mutigen Nehmen dessen, was du jetzt brauchst.

Merke dir: Kümmere dich um deine Trigger und Schemata, damit deine Kinder sich nicht um deine kümmern müssen. Das ist die höchste Form der Fürsorge in der Mutterschaft.



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