Funktionsmodus: Wie alte Muster dich in den Burnout treiben
- Eva
- 5. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Kennst du das Gefühl, immer erreichbar zu sein, jede Aufgabe sofort zu lösen und nach zehn Stunden Arbeit trotzdem ein professionelles Lächeln aufzusetzen?
Von außen sieht es stabil und erfolgreich aus. Innen fühlst du dich wie eine Maschine: effizient, aber leer.
Du funktionierst, statt zu leben.
Wenn du dich wiedererkennst, bist du wahrscheinlich im Funktionsmodus. Das ist so etwas wie ein psychischer Überlebensmodus, der dich über Leistung, Aktivität und Kontrolle am Leben hält, aber deine Energie langsam aufzehrt.
Was ist der Funktionsmodus im Arbeitsalltag?
Im Grunde ist dieser Funktionsmodus eine Vermeidungsstrategie. Dein System kappt die Verbindung zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen (Müdigkeit, Frust, Angst), damit du weiter „performen“ kannst.
Typische Warnsignale für dysfunktionales Arbeitsverhalten:
Gefühls-Abspaltung: Du spürst deinen Körper erst, wenn er streikt: Rückenschmerzen, Migräne, Infekte.
Aktionismus als Droge: Pausen erzeugen Unruhe, Stille fühlt sich bedrohlich an.
Über-Verantwortlichkeit: Du übernimmst Aufgaben anderer, weil „Nein“ sagen keine Option ist.
Hamsterrad-Gefühl: Du erledigst Aufgaben nur, um sie abzuhaken. Freude kommt nicht auf.
Wann hast du zuletzt gespürt, was du wirklich brauchst?
Dein „innerer Antreiber“ macht niemals Feierabend
Der Funktionsmodus ist oft keine spontane Reaktion, sondern eine alte Überlebensstrategie, die du früh gelernt hast:
Leistung als Wertersatz: „Nur wenn ich leiste, bin ich wertvoll.“
Harmoniesucht & Konfliktvermeidung: „Nein sagen ist gefährlich.“
Vermeidung von Ohnmacht: Funktionieren schützt vor dem Gefühl der Hilflosigkeit.
Diese Muster waren früher sinnvoll: sie haben Schutz, Sicherheit oder Anerkennung gebracht. Heute führen sie jedoch direkt in Erschöpfung und Burnout, besonders in toxischen oder überfordernden Arbeitsumfeldern.
Funktionsmodus: Unterstützung für andere, Risiko für dich
Solange du dich abkoppelst und deine Gefühle verdrängst:
muss sich das System nicht ändern
werden Überstunden, Fehlplanung oder schlechte Führung nicht hinterfragt
bleibst du erschöpft, loyal und diskret
Du bist eine funktionierende Arbeitskraft & verlierst dich selbst.
Und jetzt?
Den „Beschützer“ entlarven: Beobachte, wann dein Gehirn auf Autopilot geht. Sag dir: „Mein Beschützer will mich gerade durch Stress treiben. Ich bin sicher genug, meine Belastungsgrenze zu prüfen.“
Den Körper als Kompass nutzen: Druck in der Brust, Kieferanspannung oder Rückenschmerzen sind deine Statusmeldungen. Spüre sie bewusst, bevor du reflexartig handelst.
Mut zur gesunden Wut: Wut ist der Motor für Grenzen. Sie sagt: „Das ist zu viel. Das ist nicht meine Aufgabe.“ Unterdrückst du sie, werden Erwartungen anderer zur Last.
Grenzen üben: Ein kleines „Nein“ zu einer E-Mail nach 18 Uhr ist Training für deine Freiheit.
Du bist mehr als dein Output
Der Funktionsmodus war ein Werkzeug, um Krisen zu meistern. Er ist kein Dauerzustand. Echte Professionalität bedeutet nicht, sich selbst zu optimieren, bis nichts mehr übrig bleibt, sondern die eigenen Grenzen zu respektieren und langfristig gesund zu bleiben.
Hör auf zu funktionieren. Fang an, dich wieder zu spüren.
Fühlst du dich innerlich ausgelaugt, obwohl alles nach außen perfekt läuft? Buche ein kostenloses Erstgespräch und finde heraus, wie du den Funktionsmodus hinter dir lassen und deine Grenzen stärken kannst.


