top of page

Test: Toxic Leadership erkennen

  • Eva
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Stimmt die Performance, aber die Fluktuation steigt? Sind Ihre Teams loyal oder nur verängstigt? Toxische Führung ist mehr als ein „Social-Media-Hype“. Es ist eher eine betriebswirtschaftliche Zeitbombe. Wer wegschaut, zahlt doppelt: mit ausgebrannten Talenten und ramponierter Reputation.


Das gefährliche Schweigen der Zahlen

Oft sieht auf dem Papier alles gut aus. Die Quartalsziele werden erreicht, die Prozesse laufen. Doch unter der Oberfläche erodiert das Fundament. Toxische Führungskräfte sind oft „High Performer“, die Ergebnisse liefern, während sie hinter sich ein Schlachtfeld aus emotionaler Erschöpfung und „Silent Quitting“ hinterlassen.


Und: Wenn Sie toxische Dynamiken ignorieren, weil „die Zahlen stimmen“, akzeptieren Sie den schleichenden Wertverlust Ihres Unternehmens.


Der Toxic-Leadership-Quick-Test


1. Das Ego-Monopol

Erfolge werden nach oben als Einzelleistung verkauft; Misserfolge nach unten als Teamversagen delegiert.

  • Wird in Meetings primär die Leistung der Führungskraft statt des Teams betont?

  • Gibt es eine „Ehre, wem Ehre gebührt“-Kultur – aber nur für den Chef?


2. Die öffentliche Demontage

Kritik ist nicht konstruktiv, sondern dient der Erniedrigung.

  • Wird Feedback oft vor versammelter Mannschaft oder in sarkastischem Ton gegeben?

  • Werden Fehler genutzt, um Personen dauerhaft zu brandmarken?


3. Emotionale Unberechenbarkeit

Das Team arbeitet wie auf Eierschalen, weil niemand weiß, welche Stimmung heute herrscht.

  • Beeinflusst die Tagesform der Führungskraft massiv die Arbeitsfähigkeit des gesamten Teams?

  • Treten Wutausbrüche oder eisiges Schweigen unerwartet auf?


4. Mikromanagement & Misstrauen

Autonomie existiert nur auf dem Papier. Jede Mail braucht ein „CC“ an den Chef.

  • Werden kompetente Fachkräfte bis ins kleinste Detail kontrolliert?

  • Hängt Entscheidungsfreiheit primär von persönlicher Loyalität ab?


5. Die Informations-Waffe

Wissen wird nicht geteilt, sondern gehortet, um Abhängigkeiten zu schaffen.

  • Erfahren Mitarbeitende wichtige Änderungen oft erst als Letzte?

  • Gibt es „Günstlinge“, die exklusiven Zugang zu Informationen haben?


6. Die Kultur des Wegduckens

Psychologische Sicherheit ist ein Fremdwort.

  • Wird Kritik hinter vorgehaltener Hand geäußert, aber nie offen im Meeting?

  • Haben Mitarbeitende Angst vor subtilen Sanktionen, wenn sie eine andere Meinung vertreten?


Warum Wegschauen die teuerste Strategie ist


Ein toxischer Chef kostet Sie ca. das Doppelte seines Jahresgehalts durch Fluktuation, Fehlentscheidungen und krankheitsbedingte Ausfälle.

Innere Kündigung ist kein Zeichen von Faulheit. Es ist die einzige verbliebene psychologische Schutzreaktion eines Mitarbeiters in einem unsicheren Umfeld.


Was das Unternehmen jetzt tun sollte

Ein Kurzcheck ist der Anfang, keine Lösung. Wenn Zustimmung zu den Aussagen im Quick-Check alarmierend sind, helfen keine Obstkörbe oder Resilienz-Workshops. Sie müssen an die Wurzel:

  1. Anonymität sichern: In toxischen Systemen sagt niemand die Wahrheit, wenn der Name über dem Fragebogen steht. Nutzen Sie externe, geschützte Analysen.

  2. Machtstrukturen hinterfragen: Warum darf diese Person so führen? Gibt es keine Kontrollinstanzen?

  3. Konsequenzen ziehen: Wenn Coaching nicht fruchtet, muss die Trennung von toxischen „High Performern“ eine Option sein, um den Rest des Teams zu retten.


Führung ist kein Privileg, sondern eine Verantwortung

Wer Führungskräfte gewähren lässt, die Teams systematisch zersetzen, macht sich mitschuldig am Burnout der Mitarbeitenden und am Niedergang der Unternehmenskultur.


Haben Sie den Mut, hinzuschauen? Als Arbeitspsychologin unterstütze ich Sie dabei, belastende Dynamiken sichtbar zu machen und Interventionen zu gestalten, die wirklich greifen ..bevor Ihre besten Leute woanders anfangen.



bottom of page