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Test: Ist mein Chef ein Narzisst?

  • Eva
  • 9. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

... und was das mit DEINEN Mustern zu tun hat

Du kennst dieses flaue Gefühl im Magen, wenn du morgens den Laptop aufklappst? Dieses ständige Scannen seiner Laune, das „Auf-Eierschalen-Laufen“ und die Erschöpfung, die auch am Wochenende nicht verschwindet?


Du fragst dich: Bin ich einfach nicht belastbar genug oder ist mein Chef das Problem?


Die folgenden Aussagen konzentriert sich rein auf sein Verhalten.


Zeigt dein Chef narzisstische Verhaltensmuster?

Selbstdarstellung & Anerkennung

  • Erfolgsdiebstahl: Verkauft er Erfolge, die du oder das Team erarbeitet haben, nach außen hin als seine exklusive Einzelleistung?

  • Spotlight-Sucht: Nutzt er Meetings primär zur Selbstdarstellung, während deine sachlichen Beiträge ignoriert oder unterbrochen werden?

  • Status-Fixierung: Ist er extrem besorgt um sein Image und wie er vor seinen Vorgesetzten dasteht, selbst wenn er dafür die Wahrheit verbiegen muss?


Empathie & Grenzen

  • Fehlendes Mitgefühl: Werden deine persönlichen Belastungen (Krankheit, Überarbeitung) ignoriert oder als „mangelndes Commitment“ gewertet?

  • Grenzüberschreitung: Kontaktiert er dich regelmäßig am Feierabend oder im Urlaub mit „Dringlichkeiten“, die eigentlich warten könnten?

  • Instrumentalisierung: Hast du das Gefühl, für ihn kein Mensch zu sein, sondern nur ein Werkzeug, um seine Ziele zu erreichen?


Kritik & Kontrolle

  • Kritik-Intoleranz: Reagiert er auf sachliche Rückfragen mit Kälte, Wut, Ironie oder Beleidigtsein?

  • Schuldumkehr: Wenn Fehler passieren, wird grundsätzlich ein Sündenbock gesucht. Übernimmt er jemals die volle Verantwortung für ein Scheitern?

  • Gaslighting: Leugnet er getroffene Absprachen im Nachhinein („Das habe ich so nie gesagt“), sodass du an deiner Wahrnehmung zweifelst?


Machtdynamik & Klima

  • Teile und Herrsche: Spielt er Teammitglieder gegeneinander aus oder gibt es auffällige „Lieblinge“ und „Sündenböcke“?

  • Abwertung: Nutzt er subtile Herabsetzungen, um dich klein zu halten?

  • Unberechenbarkeit: Ändern sich seine Vorgaben so willkürlich, dass du nie weißt, woran du heute bist?

  • Eierschalen-Gefühl: Scannst du morgens als Erstes seine Laune, um zu wissen, wie „gefährlich“ der Tag wird?


Die Innenschau: Warum dockst DU da an?

Jetzt kommt der Teil, der weh tut, aber dich befreit: Warum bleibst du in der Schusslinie? Ein Chef mit diesen Mustern ist wie ein Fischer ... aber er fängt nur den Fisch, dessen inneres Muster auf seinen Haken reagiert.


Gerade Frauen rutschen oft in den Funktionsmodus. Wir versuchen, einen unberechenbaren Menschen durch noch mehr Leistung und noch mehr Anpassung zu besänftigen. Schau dir deine eigenen „Andock-Stellen“ an:


1. Die „Brave Schülerin“

Du hast früh gelernt: Wenn ich Erwartungen erfülle, bin ich sicher. Er drückt den Knopf „Enttäuschung“ und du springst sofort los, um es ihm recht zu machen. Du sagst „Ja“, während dein Körper „Nein“ schreit.


2. Die „Retterin“

Du siehst seinen Stress und willst ihn „verstehen“ oder ihm den Rücken freihalten. Du denkst, wenn du dich nur genug aufopferst, wird er endlich sehen, wie wertvoll du bist. Spoiler: Wird er nicht. Er nimmt es als selbstverständlich.


3. Die „Perfektionistin“

Du suchst die Bestätigung, die du dir selbst nicht gibst, bei ihm. Er verteilt Lob extrem karg (intermittierende Verstärkung). Das macht dich süchtig. Du rennst dem Lob hinterher wie einem Karottenstock, während du innerlich ausbrennst.



So löst du den Haken

Du wirst ihn nicht ändern. Punkt. Aber du kannst deine Resonanz unterbrechen.

  1. Hör auf zu „verstehen“: Verschwende keine Energie mehr darauf, warum er so ist. Es spielt keine Rolle. Konzentriere dich darauf, wie DU dich schützt.

  2. Die „Grey Rock“-Methode: Werde für seine emotionalen Spiele so langweilig wie ein grauer Stein. Antworte kurz, sachlich, ohne Emotionen. Gib seinem Ego kein Futter: weder Tränen noch Begeisterung.

  3. Stärke die selbstbewusste Frau in dir: Wenn er dich abwertet, sag dir innerlich: „Das ist sein Film, nicht meine Wahrheit.“ Hol dir deinen Selbstwert nicht mehr aus seinem Büro, sondern aus dir selbst.


Ich bin Psychologin und befasse mich mit dem Einfluss von Führungsverhalten auf Gesundheit. Der Vorgesetzte spielt solange eine Rolle, solange du darauf anspringst.




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