Boreout Anzeichen: Wenn dein Potenzial im Büro stirbt
- Eva
- 25. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Feb.
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die Erschöpfung nur als Folge von Stress akzeptiert.
Wer sagt „Ich brenne aus“, bekommt anerkennendes Mitleid.
Wer sagt „Ich habe nichts zu tun“, bekommt Neid oder Unverständnis.
Nur: Chronische Unterforderung (Boreout) ist kein Urlaub auf Firmenkosten. Es ist eine psychische Zerreißprobe. Es ist das qualvolle Gefühl, wertvolle Lebenszeit gegen ein Gehalt einzutauschen, während man innerlich langsam verkümmert.
Bist du unterfordert oder schon im "Boreout"?
Versuche mal ehrlich zu antworten...
Die Fake-Beschäftigung: Strategierst du täglich, wie du beschäftigt wirkst, obwohl dein Pensum in zwei Stunden erledigt wäre?
Die Paradoxe Erschöpfung: Bist du abends völlig k.o., obwohl du faktisch kaum etwas geleistet hast?
Der Sinn-Exitus: Fragst du dich öfter als einmal pro Woche: „Was mache ich hier eigentlich?“
Die Goldene Käfig-Angst: Hast du Angst, dass du mittlerweile „zu nichts anderem mehr fähig“ bist, weil dein Gehirn im Standby-Modus eingestürzt ist?
...leidest du an Faulheit oder eher an einer massiven Fehlanpassung?
Warum "Boreout" gefährlicher ist als Stress
Stress (Burnout) fühlt sich oft noch „wichtig“ an. Boreout hingegen raubt dir das Wichtigste, was du als Mensch hast: Dein Gefühl von Wirksamkeit.
Wer sich acht Stunden am Tag verstellt und so tut, als würde er arbeiten, betreibt psychischen Hochleistungssport. Diese Dissonanz zwischen Sein und Scheinen frisst mehr Energie als jede Deadline. Es ist wie ein Motor, der im Leerlauf auf 7.000 Umdrehungen dreht: Es geht nicht vorwärts, aber das Material verschleißt extrem schnell.
Anpassung oder Aufbruch?
Boreout ist kein Zustand, den man „aussitzt“. Er ist ein Systemfehler. Du hast drei Optionen:
Job-Crafting: Kannst du deine Rolle proaktiv umbauen? (Meistens scheitert das an starren Strukturen).
Klartext-Gespräch: Fordere Verantwortung ein. Aber Achtung: Wer Unterforderung zugibt, riskiert in ineffizienten Firmen den Rotstift.
Der strategische Abgang: Akzeptiere, dass dein aktuelles Umfeld zu klein für deine Fähigkeiten ist.
Dein Gehirn ist kein Parkplatz
Ein Boreout ist das Signal deines Systems, dass du unter deinen Möglichkeiten lebst. Es ist kein persönliches Versagen, sondern ein Indikator für ungenutzte Exzellenz.
Anpassung an Sinnlosigkeit ist keine Strategie, sondern Selbstaufgabe. Wenn dein Job dich innerlich leer macht, ist es Zeit für neue Wege.
Genug gewartet? Deine Zeit ist zu wertvoll für den Leerlauf.
Ein Boreout verschwindet nicht durch Abwarten oder noch mehr Kaffee. Er verschwindet durch eine mutige Entscheidung. Wenn du spürst, dass dein Potenzial gerade in einer Sackgasse verstaubt, lass uns gemeinsam den Rückwärtsgang einlegen und eine neue Richtung bestimmen.
Ich bin Arbeitspsychologin und kann dir ein strategisches Gespräch anbieten um aus der Erstarrung herauszufinden.
Hör auf zu funktionieren. Fang wieder an zu gestalten.


