Mutter Burnout. Warum du dich zu Hause nicht krankmelden kannst.
- Eva
- 23. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Nov. 2025
Wenn Mama Burnout hat, gibt es keinen Mutterschaftsrat!
Wenn wir von Burnout reden, denken alle an den stressigen Job. Doch mal ehrlich, liebe Mama: Wann hast du dich zuletzt im Job so verausgabt gefühlt wie heute Morgen um 7 Uhr?
Auf der Arbeit kannst du dich krankmelden, wenn du am Ende bist. Du hast eine Mitarbeitervertretung, die sich um deine Rechte kümmert. Aber zu Hause? Bei den Kindern gibt es diesen Luxus nicht. Du kannst dich nicht abmelden, und es gibt auch keine Mütter-Vertretung, die mal mit deinem Partner über unfaire Aufgabenverteilung verhandelt.
Die bittere Wahrheit: Viele von uns erleben die tiefe, lähmende Erschöpfung nicht im Büro, sondern zwischen Windeln, Homeoffice und dem ständigen „Mama, ich brauche...“.
Burnout muss nicht arbeitsbedingt sein. Er beginnt oft in deinem eigenen Wohnzimmer.
Das heimliche Brennen: Was Mutter-Burnout so tückisch macht
Dauerstress ist Dauerstress. Dein Körper unterscheidet nicht, ob die Überlastung vom Chef oder vom chronisch nörgelnden Kleinkind kommt.
Der sogenannte „familienbedingte Burnout“ entsteht, wenn:
Die emotionale Anspannung nie nachlässt (z.B. durch Dauerstreit mit dem Partner).
Du die Alleinverantwortung für alles trägst ... von der Wäsche bis zum Kinderarzt-Termin.
Du ständig "unsichtbare Arbeit" leistest (Mental Load) und dafür null Anerkennung bekommst.
Entlastung und echte Pausen nur ein schöner Traum sind.
Diese Belastungen sind keine „privaten Kleinigkeiten“, die man aushalten muss. Sie sind ein systemischer Dauerfeuer-Stress, der dich genauso ausbrennt wie 80 Wochenstunden im Job.
Die unsichtbare Falle: Warum deine Erschöpfung keiner sieht
Berufliche Überforderung wird von der Gesellschaft anerkannt. Wenn du im Job zusammenklappst, ist das tragisch, aber verständlich.
Familienbedingte Überlastung? Da hört man oft nur: "Das ist doch normaler Alltag!"
Keine Pausenzeiten: Dein Arbeitstag beginnt um 6 Uhr und endet... nie.
Keine objektiven Grenzen: Du kannst immer noch mehr putzen, besser kochen, dich mehr kümmern. Es gibt kein "Feierabend".
Hohe Scham: Du denkst: "Andere Mütter kriegen das doch auch hin. Ich müsste das doch schaffen."
Keine Vertretung: Du bist die einzige Person im System, die alles am Laufen hält. Wenn du ausfällst, fällt das ganze Kartenhaus zusammen.
Das führt dazu, dass viele Mütter innerlich schon längst ausgebrannt sind, aber nach außen hin perfekt funktionieren. Sie hätten niemals den Mut zu sagen: "Ich habe Burnout wegen meiner Familie."
Der innere Antreiber: Warum du dich selbst überforderst
Hier kommt der Knackpunkt: Es sind oft nicht nur die äußeren Umstände, sondern unsere inneren Muster, die uns in die Knie zwingen.
Du hast in deiner Kindheit gelernt, dass du nur geliebt wirst oder dazugehörst, wenn du...
...dich für andere aufopferst
Innerer Satz: Meine Bedürfnisse sind unwichtig. Ich darf niemanden belasten.
Folge: Du läufst auf dem Zahnfleisch, aber fragst nicht um Hilfe – und setzt keine Grenzen.
..keinen Streit anfängst
Innerer Satz: Ich muss mich unterordnen, sonst wird jemand sauer oder enttäuscht.
Folge: Du trägst zu viel Verantwortung, weil du Angst hast, beim Abgeben einen Konflikt auszulösen (z.B. mit dem Partner).
...die perfekte Mutter/Frau bist
Innerer Satz: Gute Mütter machen das so. Ich darf keine Fehler machen.
Folge: Du erlaubst dir keine Pause, keine Auszeit und keinen Spielraum für Fehler.
Diese Muster sind tiefe innere Programme. Sie erklären, warum die Belastung der Nachbarin nichts ausmacht, aber dich total fertig macht: Deine Muster lassen dich nicht aussteigen, bevor du nicht völlig erschöpft bist.
Was jetzt wirklich hilft: Die Notbremse ziehen
Bevor du wirklich zusammenbrichst, musst du lernen, für deine Rechte zu Hause einzustehen und deine inneren Muster zu enttarnen.
Dafür musst du zwei Dinge tun:
Die Belastung sichtbar machen: Mental Load ist echte Arbeit. Schreibe alles auf, was du tust: von der Essensplanung bis zum emotionalen Ausgleich der Kinder. Mache es für alle im System unübersehbar!
Deine inneren Muster knacken: Erst wenn du erkennst, dass nicht du, sondern dein „Selbstaufopferungs-Programm“ dich überlastet, kannst du bewusst aussteigen.
Du musst lernen, deine eigenen Rechte als Mutter und Frau einzufordern. Und das kann man lernen.
Erinnerung: Auf der Arbeit kümmert sich die Personalabteilung um deine Rechte. Zu Hause muss es manchmal der externe Berater tun, bis du stark genug bist, deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu vertreten.
Fazit
Burnout ist kein Job-Phänomen. Er ist ein Mensch-Phänomen und entsteht überall dort, wo Verantwortung dauerhaft zu hoch und Unterstützung dauerhaft zu gering ist.
Familienbedingter Burnout ist real und häufig. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal deines Körpers, dass dein System und deine inneren Antreiber dich verbrennen.
Wenn du allein nicht weißt, wie du:
Deinen Partner in die Pflicht nimmst,
Deine inneren Antreiber erkennst und abschaltest,
Endlich Grenzen setzt und Pausen ritualisierst,
dann ist es Zeit, dir die externe Unterstützung zu holen, die dir im Privatleben so schmerzlich fehlt.
Du musst es nicht allein schaffen. Wenn du spürst, dass dein inneres Muster dich ausbrennt und du dringend Unterstützung brauchst, um die Rollen in deiner Familie neu zu verhandeln, dann...
...lass uns in einem kostenfreien Erstgespräch herausfinden, wie du lernst, dich endlich auch im Privaten "krankzumelden" und für deine Auszeit zu sorgen!



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