Trauma-Bonding Narzisst: Warum Betroffene trotz Missbrauch bleiben
- Eva
- 26. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Nov. 2025
Vielleicht kennst du das: Du weißt, die Beziehung tut dir nicht gut. Trotzdem verharrst dennoch in deiner unsichtbaren Zelle. Du zweifelst an dir selbst. Du fragst dich, warum du nicht „einfach gehen“ kannst.
Das ist normal, und es liegt nicht an dir. Wissenschaftlich nennt man dieses Muster Trauma-Bonding.
Was passiert da?
Trauma-Bonding Narzisst entsteht, wenn Nähe und Schmerz sich abwechseln:
Mal gibt es Abwertung, Streit oder Distanz.
Dann wieder Zuwendung, kleine Komplimente oder kurze Momente von Nähe.
Dieses Hin und Her wirkt auf dein Gehirn wie eine Art Sucht: Die „guten Momente“ lösen Glückshormone aus, die dich an die Beziehung binden, auch wenn sie schadet. Dein Körper spielt dabei mit, dein Kopf versteht es vielleicht nicht.
Warum du dich nicht einfach befreien kannst
Dein Gehirn lernt, an der Beziehung festzuhalten: es ist eine gelernt-überlebenswichtige Reaktion.
Du hast vielleicht ein Gefühl von Ohnmacht oder Hilflosigkeit, weil der andere die Macht hat oder du glaubst, sie zu haben.
Schuldgefühle, Scham, Angst vor Einsamkeit oder die Hoffnung, dass alles wieder „gut“ wird, machen den Kreislauf noch stärker.
Kurz: Du bist nicht zu schwach, du bist Opfer einer perfiden psychischen Dynamik.
Wie du aus diesem Kreislauf Trauma-Bonding Narzisst herauskommst
Verstehen, was passiert: Allein zu wissen, dass Trauma-Bonding Mechanismen hat, entlastet.
Abstand schaffen: Weniger Kontakt oder No Contact helfen, den Kreislauf zu unterbrechen.
Auf dich hören: Kleine Entscheidungen bewusst für dich treffen, z. B. was du tust, wann du „Nein“ sagst.
Gefühle zulassen: Trauer, Wut oder Angst sind normal: sie sind Wegweiser deiner Heilung.
Unterstützung suchen: Austausch mit Freundinnen, Beratungsstellen oder Therapeutinnen, die Trauma-Bonding verstehen, hilft enorm.
Kurz gesagt
Es ist nicht deine Schuld, dass du hängen bleibst. Dein Körper, dein Gehirn, deine Erfahrungen – alles zusammen macht es schwer. Aber Schritt für Schritt ist es möglich, wieder Vertrauen in dich selbst aufzubauen und aus der psychischen Gewalt auszusteigen.



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