Sicherer Job, aber unglücklich: Wie du erkennst, ob es Zeit für Veränderung ist
- Eva
- 4. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Okt. 2025
Warum Sicherheit nicht alles ist (und wie du herausfindest, was dir wirklich fehlt)
Viele Menschen bleiben in Jobs, die sie innerlich längst verlassen haben. Der Vertrag ist unbefristet, das Gehalt stimmt, das Team ist okay. Und trotzdem: ein Ziehen im Bauch montagmorgens, ein dumpfes Gefühl im Alltag. Der Gedanke: „Ich sollte doch zufrieden sein, bin ich aber nicht.“
Diese Spannung zwischen äußerer Sicherheit und innerer Unruhe ist kein Zeichen von Undankbarkeit. Sie ist ein Signal. Ein Hinweis darauf, dass etwas in dir nicht mehr im Gleichgewicht ist.
Warum Sicherheit dich nicht automatisch zufrieden macht
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, aber kein Sinngeber. Wenn äußere Stabilität fehlt, sehnen wir uns nach ihr. Wenn sie vorhanden ist, kann sie uns gefangen halten. Innere Unzufriedenheit entsteht oft, wenn ein Teil in uns wachsen will, während ein anderer Teil Angst hat, das Bekannte loszulassen.
Vielleicht kennst du das:
Ein Anteil will Veränderung, Abenteuer, Lebendigkeit.
Ein anderer Anteil will Sicherheit, Planbarkeit, Ruhe.
Beide haben gute Gründe. Die Frage ist nicht, welcher gewinnt, sondern: Wie können beide gehört werden?
Drei Fragen, die dir helfen, Klarheit zu bekommen
Was genau fehlt mir? Ist es Sinn, Entwicklung, Anerkennung, Freiheit, Zugehörigkeit? Schreib auf, wann du dich lebendig fühlst.
Wovor habe ich am meisten Angst, wenn ich an Veränderung denke? Verlust von Geld, Status, Sicherheit? Oft ist das die Stimme deines Schutzsystems, nicht dein ganzes Ich.
Was wäre ein kleiner, sicherer Schritt in Richtung Veränderung? Nicht gleich kündigen, sondern vielleicht ein Gespräch führen, ein Projekt anstoßen, ein Coaching beginnen.
Zwischen Bleiben und Gehen gibt es Spielräume
Viele glauben: Entweder ich bleibe, oder ich kündige. In Wahrheit gibt es dazwischen viel Raum. Du kannst beginnen, in deinem jetzigen Rahmen neue Aufgaben zu suchen, Gespräche zu führen, dich weiterzubilden, Grenzen zu setzen. Manchmal verändert sich das System, wenn du dich darin veränderst. Und manchmal spürst du dann erst deutlich, dass es wirklich Zeit ist zu gehen.
Wie du innere Sicherheit stärkst
Der sicherste Job nützt wenig, wenn du innerlich im Alarmmodus bleibst. Psychologische Stabilität entsteht, wenn du lernst, dich selbst zu halten, auch in Unsicherheit. Das heißt:
Gedanken und Gefühle beobachten, ohne sie sofort zu bekämpfen.
Anteile in dir wahrnehmen, die Schutz brauchen, und solche, die Kraft haben.
Wieder in Kontakt kommen mit dem, was dich wirklich trägt: deine Werte, dein Sinn, deine Richtung.
Sicherer Job, aber unglücklich: Veränderung beginnt, wenn du ehrlich wirst
Nicht jeder, der im Job unzufrieden ist, muss alles aufgeben. Aber wer ehrlich hinsieht, findet oft mehr Freiheit, als er denkt. Wenn du beginnst, auf die leiseren inneren Stimmen zu hören, verlierst du nicht Sicherheit. Du gewinnst Orientierung.
Melde dich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch.



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