People Pleasing: Warum du es allen recht machen willst und wie du aus der Falle kommst
- Eva
- 9. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Sept. 2025
Viele Menschen sagen „Ja“, obwohl sie eigentlich „Nein“ meinen. Sie übernehmen zusätzliche Aufgaben, obwohl sie schon erschöpft sind, nur um andere nicht zu enttäuschen. Dieses Verhalten nennt man People Pleasing. Es wirkt harmlos, doch auf Dauer kann es dich ausbrennen lassen.
Was bedeutet People Pleasing?
People Pleasing beschreibt ein Verhalten, bei dem die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt werden, um anderen zu gefallen. Betroffene wollen Konflikte vermeiden und Anerkennung bekommen. Kurzfristig sorgt das für Harmonie, langfristig führt es aber oft zu Überforderung.
Ursachen: Woher kommt People Pleasing?
Die Wurzeln liegen häufig in der Kindheit. Kinder, die gelernt haben, dass Liebe und Zuwendung an gutes Verhalten gekoppelt sind, entwickeln oft das Muster, sich ständig anzupassen. Typische Ursachen sind:
Angst vor Streit, Ablehnung oder Kritik
der Wunsch nach Anerkennung und Harmonie
hohe Sensibilität für Stimmungen anderer
erlernte Rollen wie „brav“, „hilfsbereit“ oder „stark sein müssen“
Folgen: Warum People Pleasing ungesund ist
Anfangs fühlt es sich sicher an, immer freundlich und hilfsbereit zu sein. Doch der Preis ist hoch:
Erschöpfung und Überlastung
Verlust eigener Bedürfnisse und Wünsche
Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen
sinkendes Selbstwertgefühl
Risiko für Depressionen und Ängste
Ist People Pleasing eine Schwäche?
Nein. People Pleasing ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schutzmechanismus. Er sollte dir helfen, dich sicher zu fühlen. Das Problem entsteht, wenn dieses Muster dein Leben bestimmt und dich auf Dauer krank macht.
Raus aus dem People-Pleasing-Modus
Die gute Nachricht: Du kannst lernen, dich von People Pleasing zu lösen. Erste Schritte sind:
eigene Bedürfnisse wahrnehmen
kleine „Neins“ im Alltag üben
innere Ängste vor Ablehnung reflektieren
Selbstfürsorge wichtiger nehmen als Fremderwartungen
Unterstützung durch Coaching oder Therapie kann helfen, alte Muster zu erkennen und neue Wege zu üben.
Fazit: Selbstfürsorge statt People Pleasing
People Pleasing ist menschlich, aber nicht gesund. Wer ständig die Bedürfnisse anderer über die eigenen stellt, verliert Energie und Lebensfreude. Es lohnt sich, Grenzen zu setzen und wieder mehr auf sich selbst zu achten.
Wenn du dich im People Pleasing wiedererkennst, kann ein vertrauliches Coaching oder eine psychologische Begleitung dir helfen, den Kreislauf zu durchbrechen und mehr innere Freiheit zu gewinnen.



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