
Wenn funktionieren nicht mehr reicht
Es läuft. Du hast heute alles geschafft.
Arbeit ist erledigt, die Menschen um dich herum sind versorgt, die Stimmung gehalten.
Von außen sieht das nach einem gelungenen Leben aus.
Und trotzdem ist da dieses Gefühl. Schwer zu benennen. Kein dramatischer Einbruch, keine Krise. Nur diese leise Frage: Ist das alles?
Was funktionieren kostet
Funktionieren ist nicht nichts. Es hält vieles aufrecht. Aber es hat einen Preis der selten sichtbar wird.
Du weißt wie die Stimmung im Raum ist, bevor du selbst angekommen bist. Du sagst Ja, obwohl in dir ein leises Nein war. Du machst weiter, auch wenn nichts mehr da ist. Nicht weil du das willst. Weil du nicht weißt wie es anders geht.
Irgendwann entsteht eine Lücke. Zwischen dem Leben das du lebst und dem das sich nach dir anfühlt.
Du kannst einfach nicht aufhören
Es ist keine Frage von Disziplin oder Willen. Es ist eine Frage von inneren Mustern.
Irgendwann hat das was du heute tust Sinn ergeben.
Die Art wie du dich um andere kümmerst, wie du Konflikte vermeidest, wie du Leistung als Beweis deines Wertes einsetzt.
Das war einmal eine kluge, notwendige Antwort.
Antworten die sich bewähren, graben sich tief ein. Sie werden zum Autopiloten. Du machst sie nicht mehr bewusst, sie laufen einfach. Und irgendwann merkst du: ich kann gar nicht anders. Weil das Muster so alt ist, dass es sich wie du anfühlt.
Das Erkennen, dass da ein Muster läuft, ist der erste und wichtigste Schritt.
Innere Muster
Du bist im Meeting die Erste die nachgibt. Nicht weil du keine Meinung hast. Weil Harmonie sich seit jeher sicherer angefühlt hat als Reibung. Du weißt selbst nicht mehr genau wann das angefangen hat.
Oder du trägst alles alleine. Im Job, zuhause, überall. Hilfe annehmen fühlt sich seltsam an, fast falsch. Du willst niemanden zur Last fallen. Und so bleibt eine Seite von dir immer leer.
Oder du funktionierst nach außen tadellos und weißt abends nicht warum du so erschöpft bist. Nichts Besonderes ist passiert. Und genau das ist das Problem.
Oder du kritisierst dich selbst bevor es jemand anderes tut. Die innere Stimme ist schneller als jedes Feedback von außen. Du würdest nie so mit einer Freundin reden.
Oder du weißt dass du eigentlich Nein sagen müsstest. Du spürst es. Und sagst trotzdem Ja. Nicht weil du keine Grenzen kennst. Weil sich Grenzen setzen anfühlt wie etwas wegnehmen. Wie Verlust. Wie Risiko.
Diese Muster schließen sich nicht aus. Die meisten Frauen die zu mir kommen tragen mehrere davon gleichzeitig. Die eine die im Job alles alleine trägt und abends die Stimmung zuhause managt. Die die nach außen tadellos funktioniert und sich innerlich seit Jahren selbst zerfleischt.
Es sind keine Typen. Es sind Anteile, die irgendwann die Steuerung übernommen haben.
Lebendigkeit?
Es geht nicht darum, die Muster wegzumachen. Das ist nicht das Ziel.
Es geht um den Kontakt zu dem was dich lebendig macht. Was dir Energie gibt. Was sich nach dir anfühlt, nicht nach der Rolle die du gerade spielst.
Grenzen sind dabei kein Werkzeug das man lernt. Sie entstehen von selbst, wenn du wieder spürst was dir wichtig ist. Was dich lebendig macht.
Das ist keine große Erleuchtung. Es sind oft kleine Momente.
Ein Gespräch das sich echt anfühlt.
Eine Entscheidung die aus dir kommt.
Ein Tag an dem du abends weißt: das war meins.
Wie ich dabei begleite
Ich arbeite nicht mit Ratschlägen. Ich arbeite mit Erkennen.
Welche Muster laufen bei dir? Was haben sie dir einmal gegeben? Was ist dir wirklich wichtig und was steht dazwischen? Als neugierige Erkundung von dem was dein Leben gerade bestimmt.
Das mache ich in Einzelcoachings, in Bad Oldesloe oder online.






