top of page

Konflikt-fähigkeit & Grenzen

Konflikte gehören zu dir selbst, zur Partnerschaft und zum Team, und die wenigsten haben gelernt, sie gut zu führen. Hier geht es darum, sie zu verstehen, auszuhalten und für dich einzustehen.

Konflikte sind normal und wichtig

​

Ein Konflikt zeigt, dass zwei Menschen oder zwei Seiten in dir etwas Unterschiedliches brauchen. Wo Konflikte nie vorkommen, herrscht selten wirklicher Frieden. Meist steht dort etwas Unausgesprochenes im Raum, das mit der Zeit größer wird.

Viele haben nicht gelernt, Konflikte zu haben

In manchen Familien bedeutete Streit Rückzug, Strafe oder Lautstärke. In manchen Betrieben gilt Widerspruch als Störung. Wer so aufwächst, lernt meistens, Konflikte zu vermeiden oder sie so hart zu führen, dass hinterher niemand mehr reden will. Wie ein Konflikt gut verläuft, hat kaum jemand vorgemacht bekommen.

​

Der erste Konflikt findet in dir statt

​

Bevor du mit jemandem streitest, streitest du oft mit dir selbst: zwischen dem, was du brauchst, und dem, was du glaubst, geben zu müssen. Schuld, Unruhe und Angst vor der Reaktion des anderen machen es schwer, überhaupt anzusetzen. Hier beginnt Konfliktfähigkeit, beim Bemerken dessen, was du willst, und beim Aushalten der Unruhe, die das auslöst. 

​

Grenzen beginnen mit einem Gefühl

​

Eine Grenze setzt du nicht mit einem klugen Satz. Sie beginnt in dem Moment, in dem du spürst, dass etwas zu viel ist. Wer diesen Moment lange übergangen hat, nimmt ihn kaum noch wahr. 

​

Konflikte im Team

​

Auch im Beruf bleiben Konflikte häufig unausgesprochen. Spannungen werden mit Ironie, Rückzug oder Mehrarbeit überbrückt, bis sie sich an anderer Stelle Luft machen. Ein Team gewinnt an Stärke, wenn Unterschiede früh und sachlich auf den Tisch kommen dürfen. Das beginnt bei Einzelnen, die den Mut haben, etwas anzusprechen, und bei einer Umgebung, in der das möglich ist.

​

Konfliktfähigkeit lässt sich lernen

​

Konfliktfähigkeit heißt, dass du bemerkst, was du willst, dass du Unruhe und Schuldgefühle aushältst und dass du sagen kannst, was dir wichtig ist, auch wenn dein Gegenüber es nicht gern hört. Das lernst du in kleinen Schritten, zuerst im Inneren, dann im Gespräch.

​

bottom of page